Für viele Soesterinnen und Soester ist es ein „Pflichttermin“. Aber einer der angenehmen Sorte. Denn nirgendwo sonst in der Region ist das Angebot so riesig, die Auswahl so bunt. Beim Bücherflohmarkt der Soester ai-Gruppe kann man stöbern und dabei die Zeit vergessen. Und am Ende sind die Taschen voll mit Lesestoff für Herbst und Winter. Das Portemonnaie ist trotzdem nicht leer – und dennoch trägt jedes verkaufte Buch dazu bei, die weltweite Menschenrechtsarbeit von amnesty international zu finanzieren.
Vor dem Verkauf muss aber erstmal ein Angebot her. Dafür sammelt ai Soest am Samstag, 12. September, von 10 bis 12 Uhr in Alt St. Thomä (Schiefer Turm) Bücherspenden. Willkommen sind gut erhaltene Bücher aus allen Genres, für die es noch eine realistische Verkaufschance gibt. „Bücher, die schlecht erhalten oder nicht mehr aktuell sind, sollten bitte nicht abgegeben werden“, wünscht sich Gruppensprecher Reinhard Langer. Typisches Beispiel für Exemplare, die nur noch Altpapierwert haben, sind Computerhandbücher aus den neunziger Jahren. „Die müssen wir dann in der Papiertonne entsorgen“, weiß Langer. Bücherspenden können nur am 12. September angenommen werden. Eine Abholung ist nicht möglich.
Nach dem Sammeltermin ist für die ai-Gruppe Stress angesagt. Denn Tausende Bücher müssen gesichtet und sortiert werden. Dafür haben die Aktiven nur eine Woche Zeit. Jedes Jahr werden die Bücher nach Sachgebieten sortiert, in Kisten eingeordnet und auf Bierzeltgarnituren in den Seitenschiffen von Alt St. Thomä präsentiert. „Das ist ein großer Aufwand, der aber von den Besucherinnen und Besuchern sehr geschätzt wird. Sie können sich so nämlich gut orientieren und finden leichter das, was sie suchen“, berichtet Reinhard Langer. Für die Sortierwoche ist Unterstützung übrigens willkommen. Wer mitmachen möchte, schreibt einfach eine Mail an info@amnesty-soest.de
Am Samstag, 19. September, und Sonntag, 20. September, ist dann jeweils von 10 bis 14 Uhr Flohmarktzeit. „Wir verkaufen die Bücher zum kleinen Preis, damit sich jede und jeder günstig mit Lektüre versorgen kann“, so Langer.
Für die ai-Gruppe ist der Flohmarkt dennoch der wichtigste Pfeiler für die Finanzierung der Arbeit. Jede Gruppe muss nämlich einen Beitrag leisten, damit amnesty Recherchen bezahlen, Opfer von Menschenrechtsverletzungen unterstützen und Öffentlichkeitsarbeit machen kann. „Weil unser Flohmarkt bisher immer sehr gut besucht war und wir viele Bücher verkaufen konnten, ist es uns bisher gelungen, einen Großteil unseres Beitrags auf diesem Weg zu erwirtschaften“, erläutert Gruppensprecher Langer und fügt hinzu: „Wir hoffen natürlich, dass das auch in diesem Jahr wieder so sein wird.“ M.H.

