Soest ist bunt. Und unsere Amnesty-Gruppe ist dabei ein Farbtupfer. Beim zweiten CSD am Samstag, 27. Juni, hatten wir mit einem Info-Stand im Bürgerzentrum aufgebaut. Die Demo durch die Innenstadt hatten die Veranstalter wegen der extremen Hitze abgesagt. Trotz der widrigen Wetterbedingungen waren jedoch rund 300 Menschen gekommen, um gemeinsam für queere Rechte einzustehen.
Die Position von ai ist eindeutig: „Wie frei eine Gesellschaft ist, lässt sich auch daran bemessen, wie sie mit ihren Minderheiten umgeht. Ob politisch oder weltanschaulich motivierte Verfolgung: Queere Menschen erfahren global immer wieder Ablehnung und Gewalt. Das zeigen unsere Berichte aus Deutschland und Afghanistan, den USA und Uganda. Doch Tausende Teilnehmer*innen der Pride in Budapest und anderen Städten oder die Vernetzung von Schutzinitiativen über Ländergrenzen hinweg zeigen auch: Selbstbehauptung und Solidarität können etwas bewirken“, heißt es es in einer Stellungnahme.
Am Stand gab es Info-Material. Außerdem baten wir noch einmal um Unterschriften unter eine Petition an die Machthaber in Iran, die Kinderrechtskonvention komplett zu ratifizieren, die staatlich legimitierte Praxis von Kinderehen zu beenden und die Verhängung und Vollstreckung der Todesstrafe an Minderjährigen einzustellen.


