„Lebensgarten“-Aktion: 1000 Euro für ai

Beim ganz normalen Einkauf spürt man die bis zum Jahresende abgesenkte Mehrwertsteuer kaum. Wenn aber viele Menschen den ersparten Betrag in einen großen Topf legen, kommt eine Menge Geld zusammen. Der Soester Bioladen „Lebensgarten“ hatte die Idee, seine Kundinnen und Kunden zu motivieren, die eingesparte Mehrwertsteuer an Initiativen uind Organisationen aus der Zivilgesellschaft weiterzugeben. Jeden Monat konnten  die Kundinnen und Kunden für ihre Spende aus mehreren Vorschlägen auswählen. Im November gehörte ai zu den Begünstigten. Und viele Menschen entschieden sich an der Kasse für die Unterstützung der Menschenrechtsarbeit. 1000 Euro kamen so zusammen. Der „Lebensgarten“ wird das Geld an ai überweisen.

„Wir freuen uns sehr über die tolle Unterstützung für die Arbeit von ai“, dankt Gruppensprecherin Ulla Gutsche den Kundinnen und Kunden und dem „Lebensgarten“ für ihr großes Engagement. Bei jeweiligen Einkauf wäre es für sie nur eine Mini-Ersparnis gewesen. In der Summe kam aber so ein stattlicher Betrag zusammen.

Warum sind Aktionen wie die des „Lebensgartens“ für ai so wichtig?

Die ai-Menschenrechtsarbeit erfordert von den Ehrenamtlichen und den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Menge Einsatz. Doch zusätzlich zu diesem Engagement braucht ai viel Geld, um Recherchen durchzuführen, Kampagnen zu organisieren oder Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. ai nimmt von Staaten keine Spenden an, um die Unabhängigkeit der Organisation zu gewährleisten. Auch mit unseren Aktivitäten wie dem Bücherflohmarkt leistet die Soester Gruppe ihren Beitrag zur Finanzierung der weltweiten Menschenrechtsarbeit. Die Corona-Pandemie macht allerdings viele Veranstaltungen unmöglich und führt deshalb auch dazu, dass es schwieriger wird, Spenden zu bekommen.

Wir freuen und deshalb, dass der Soester „Lebensgarten“ amnesty international für seine besondere Mehrwertsteuer-Spendenaktion ausgewählt hat.

Was  der „Lebensgarten“ auf die Beine gestellt hat, erklärt das Team auf der Website des Bioladens:

„Wir haben uns viele Gedanken gemacht zur staatlichen Mehrwertsteuer-Reduzierung von Juli bis Dezember 2020. Unsere Auffassung ist es, dass wir Verbraucher mit einer effektiven Ersparnis von unter 2% bei einem durchschnittlichen Kassenbon nicht spürbar entlastet werden.

In der anhaltenden Corona-Krise trifft es aber manche Menschen/Initiativen/Betriebe ungleich härter.

Wir wollen mit unserer Aktion „Mehr Solidarität statt weniger Steuer“ mit unseren Kunden zusammen zu einer Umverteilung dieser Kleinstbeträge aufrufen. Das funktioniert so:
Wenn Sie bei Ihrem Einkauf im Lebensgarten SELBST in den Genuß des Mehrwertsteuer-Rabattes kommen wollen, müssen Sie nichts tun. Ihr Kassenbon wird automatisch um 2% rabattiert.

Wenn Sie aber (freiwillig) etwas Gutes tun wollen, wählen Sie VOR der Kasse EINE aus vier monatlich wechselnden Initiativen aus folgenden Bereichen:

  • Klimaschutz
  • Umwelt/Tiere
  • Demokratieförderung
  • Gesellschaftsveränderung

Wenn Sie diese Karte an der Kasse abgeben, zahlen Sie den regulären Preis Ihres Einkaufes. Der Lebensgarten wird zum Monatsende dann alle vermerkten Einkäufe auswerten und jeder gewählten Initiative eine Spende in Höhe von 3% der Kundeneinkäufe zukommen lassen. Die Differenz von durchschnittlich 2% Mehrwertsteuerrabatt auf 3% Spendenbetrag trägt der Lebensgarten aus eigenen Mitteln.“ (https://www.lebensgarten-soest.de/home.html)

Unsere Gruppe konnte auch an den beiden letzten Samstag im November im „Lebensgarten“ einen Stand aufbauen und erfolgreich Unterschriften für ausgewählte Fälle des Briefmarathons sammeln. M.H.

4. Dezember 2020